SV Regis-Breitingen · Handball
DRITTE NIEDERLAGE: SVR MUSS SICH IN LEISNIG GESCHLAGEN GEBEN

DRITTE NIEDERLAGE: SVR MUSS SICH IN LEISNIG GESCHLAGEN GEBEN

Spielbericht: SV Leisnig – SV Regis-Breitingen 34:31 (15:16)

Leisnig. Was sich in der Halle abspielte, war von der ersten Minute an außergewöhnlich: eine ohrenbetäubende Atmosphäre, wie man sie selten erlebt. Schon nach rund 25 Minuten war die Lautstärke so extrem, dass man das Gefühl hatte, einen Tinnitus zu bekommen. Spätestens zwischen der 40. und 45. Minute verwandelte sich die Halle endgültig in einen Hexenkessel – getragen von beiden Fanlagern, die für eine beeindruckende Stimmung sorgten.

Sportlich begann die Partie auf Augenhöhe, auch wenn Regis-Breitingen vor allem in der Defensive Probleme offenbarte. Besonders über die linke Abwehrseite fand Leisnig immer wieder Lösungen. Spieler wie Lindner nutzten die Lücken konsequent aus und konnten mehrfach nahezu ungehindert aus der Distanz bis auf sechs Meter durchgehen und erfolgreich abschließen.

Offensiv kam Regis-Breitingen mit zunehmender Spielzeit besser ins Rollen. Vor allem Niklas erwischte einen überragenden Start und traf nahezu nach Belieben. Seine Tore waren ein entscheidender Faktor dafür, dass man in der ersten Halbzeit mithalten konnte. Kurz vor der Pause bot sich sogar die Chance, auf zwei Tore davonzuziehen – doch in dieser Phase fehlte die Ruhe im Abschluss.

In der Kabine war klar: Es musste eine Steigerung her. Doch im zweiten Durchgang entwickelte sich das Spiel anders als erhofft. Während man in der ersten Halbzeit vieles noch gut kontrollieren konnte, drehte Leisnig nun auf – allen voran Thiel, der eine überragende zweite Hälfte spielte und kaum zu stoppen war. Seine Leistung brachte die Defensive von Regis-Breitingen zunehmend ins Wanken.

Hinzu kam, dass die Kräfte bei den Gästen spürbar nachließen. Viele Spieler wirkten erschöpft, das Spieltempo konnte nicht mehr mitgegangen werden, und auch die Trainingsbeteiligung der letzten Wochen schien sich bemerkbar zu machen. Der Spielfluss ging verloren, während Leisnig immer sicherer agierte.

Zwar gelang es zwischenzeitlich noch, einzelne Akzente zu setzen, doch insgesamt fehlte in der zweiten Halbzeit die Durchschlagskraft. Leisnig nutzte diese Phase konsequent und brachte das Spiel letztlich auf seine Seite.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Es war mehr drin. Mit etwas mehr Konsequenz und Energie wäre ein Sieg möglich gewesen. Dennoch war es ein intensives Spiel in einer außergewöhnlichen Atmosphäre – ein echtes Handball-Erlebnis auf beiden Seiten.

_Regis mit: Wolf, S.Schwirz, Rudolph, Max. Schwirz, Sadowski, Bachstelz 1, Göschel 2, Wilhelm 5, Schmidt 6, Palm 8, Wiesner 9/4_